Das Lokale Bündnis für Familie Heide feiert Jubiläum
– Zeit für eine Zwischenbilanz
Heide, den 28. Oktober 2009 - Das Lokale Bündnis für Heide hat Geburtstag und die Akteurinnen und Akteure ziehen nach zwölf Monaten eine positive Bilanz.
Am 28. Oktober 2008 fiel der Startschuss für das Lokale Bündnis, das es sich zum Ziel gesetzt hat, Heide familienfreundlicher zu gestalten. Dabei stehen die Balance von Familie und Beruf sowie die Weiterentwicklung der Kinderbetreuung neben weiteren Themen wie familienfreundliche Arbeitswelt, Kultur und Freizeit, Alt und Jung, familienfreundliche Stadtentwicklung und Kinderbetreuung im Fokus der Bündnisarbeit. Nach nur einem Jahr arbeiten bereits 13 Bündnispartner zusammen, darunter die Fachhochschule Westküste, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Industrie- und Handelskammer, die egeb Wirtschaftsförderung, die Deutsche Angestelltenakademie, die Interessengemeinschaft Stadt Heide, die Interessengemeinschaft Süderstraße, der Tourismusverein Heide - rundum e.V., die Elternvertretung der Kindertagesstätte Regenbogen, der Kirchenkreis Dithmarschen, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Heide, die Lokale Agenda 21 für Heide und die Stadtverwaltung Heide.
Nach der Gründung standen drei Großveranstaltungen ganz oben auf der Tagesordnung. Mit dem Erlös aus den Aktionen „Heide räumt auf“, der erste „Heider Bürgerbrunch“ und dem Großkonzert der Bigband der Bundeswehr gelang es uns, Projekte der Kinderbetreuung durch den Kinderschutzbund Heide (Spielcontainer Tivoliplatz), die Familienbildungsstätte Heide (Ausstattung Spielstube) und der St. Georg Schule (Sprachförderung Migrantenmütter und Kinderbetreuung) zu unterstützen sowie die Herausgabe des Mädchenkalenders „Laute® starke Mädchen“ des Initiativkreises zur Mädchenarbeit in Dithmarschen (NIMA). Eine weitere Unterstützung erfolgte durch Spenden der Stiftung Sparkasse Steinburg, der Soroptimisten Dithmarschen und C&A.
Erreicht wurden Kinder und Familien. Das Wohl der Kinder und das Zusammenleben in der Familie in jeglicher Form nachhaltig zu fördern, ist ein Hauptanliegen des Bündnisses.
Bündnissprecherin Ilka Marczinzik resümiert: „Die große Stärke der Initiative ist es, dass Partnerinnen und Partner aus allen gesellschaftlich Bereichen ergebnisorientiert zusammenarbeiten und mit genauen Kenntnissen schnell und wirkungsvoll genau da aktiv werden, wo der Schuh am meisten drückt.“
Auch Bürgermeister Ulf Stecher gratuliert dem Bündnis zu seiner bisherigen Arbeit: „Ich beglückwünsche das Lokale Bündnis für Familie zum einjährigen Bestehen und bin begeistert über die bemerkenswerte Dynamik, mit der sich das Bündnis entwickelt hat, um mit eigenen Initiativen die Lebensqualität in unserer Stadt zu verbessern.“
Diese Dynamik zeigt sich beispielhaft in den Ergebnissen der beiden Stadtteilgespräche der Arbeitsgruppe „Familienfreundliche Stadtentwicklung“ im Juli. Über 90 MitbürgerInnen mit Migrationshintergrund haben teilgenommen.
Grundvoraussetzung zur aktiven Mitwirkung an den gemeinsamen Aufgaben in Schule, Beruf und Gesellschaft ist die Vermittlung von Deutschkenntnissen und kultureller Sachverhalte bei Migrantenmüttern. Sie führt zur sozialen Stabilisierung, Aufbau von Außenkontakten und Hilfe bei der Alltagsgestaltung.
Von Juli 2004 bis Juli 2009 haben Dithmarscher Schulen in Kooperation mit der VHS Dithmarschen insgesamt 58 außerschulische Deutschkurse (DaZ-Kurse) für 572 Schüler organisiert.
Die Kosten pro Kurs beliefen sich auf 2.000 € zuzüglich 30 % Eigenanteil der Kursteilnehmer.
Seit Juli 2009 ist die Finanzierung dieser außerschulischen DaZ-Sprachkurse nicht mehr gesichert, da das Innenministerium die Fördermittel für diese Kurse gestrichen hat.
Die Ratsversammlung der Stadt Heide hat sich in einer Resolution zum Erhalt der außerschulischen Sprachförderung "Deutsch als Zweitsprache – DaZ" ausgesprochen.
In der St.-Georg-Schule laufen seit April 2008 Deutschkurse für Migrantenmütter. Bisherige Erfahrungen zeigen die vorzügliche Möglichkeit in entspannter, vertraulicher Atmosphäre Kontakte zu knüpfen, zielgerichtet Erfahrungen mit der deutschen Sprache und den deutschen Sitten und Gebräuchen zu sammeln und Anregungen für die Bewältigung des Alltags in Deutschland zu bekommen.
Zum Teilnehmerkreis in diesem Schuljahr: Aktuell nehmen in diesem Halbjahr 18 Mütter aus acht Nationen an den beiden Kursen teil.
Zeit/Ort: montags und mittwochs von 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr an der St.-Georg-Schule (Eingang 2)
Kursleiterin: Frau Hülya Altun, d.: Süderstraße 38, 25746 Heide, Tel.: 0481/7877323 und p. Beselerstraße, 25746 Heide; Tel. 0481/67740
Kinderbetreuung: Frau Sylvia Voß und Frau Inka Voß, Landvogt-Johannsen-Straße 12, 25746 Heide, Tel.: 0481/86163
Zukunftsaussicht: Familienfreundliches Heide
Für das nächste Jahr hat sich das Lokale Bündnis einiges vorgenommen:
Die Initiative der St.- Georg - Schule wird vom Bündnis auch in Zukunft unterstützt und mit den damit verbundenen Kinderbetreuungskosten gefördert.
Eine interkulturelle Veranstaltung zum Familientag 2010 soll schließlich helfen, dass durch Lernen, verständigen und helfen Grenzen und Vorurteile zwischen den Bevölkerungs- und Kulturkreisen abgebaut werden.
Weiterhin werden Planungen für die Einrichtung eines Familienbüros aufgenommen. Das Familienbüro soll als zentrale Stelle über alle Angebote rund um das Thema Familie informieren und bereits bestehende Vernetzungsstrukturen weiterentwickeln. Hierher gehören auch die ausländischen Familien, die durch Sprachbarrieren besondere Unterstützung benötigen.
Diese Aufzählung ist ein kleiner Ausschnitt der geplanten Projekte des lokalen Bündnisses für Familie in Heide.
An erster Stelle machen wir uns stark für die Bedürfnisse und Rechte von Kindern und Jugendlichen.
Die vielfältigen Aktivitäten zeigen, dass sich das Engagement im Bündnis für alle lohnt. Weitere Akteurinnen und Akteure sind jederzeit herzlich willkommen.
Partner des Lokalen Bündnisses für Familie – 28.10.2008
Stadt Heide
| Bürgermeister Ulf Stecher |
Lokale Agenda 21
| Ingrid Stechemesser |
Deutscher Gewerkschaftsbund
| Karsten Wessels |
Industrie- und Handelskammer
| Telsche Ott |
egeb Wirtschaftsförderung
| Dieter Lensch |
Fachhochschule Westküste
| Oliver Franz |
Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Heide
| Gabriela Petersen |
Deutsche Angestellten Akademie –DAA-
| Mayken Müller |
Verein „Heide rundum e.V.
| Dirk Matthiessen |
Interessengemeinschaft Süderstraße
| Christian Lütje |
Elternvertretung Kita Regenbogen
| Kirsten Möller |
Heider Kaufmannschaft
| Claudia Laurich |
Kirchenkreis Dithmarschen
| Pastor Thomas Schleiff |
Kinderschutzbund Heide e.V.
| Manfred Theurer |
Agentur für Arbeit | Christoph Müller Vorsitzender der Geschaftsführung
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Spielzeug & Computer | Christian Lütje
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Arge Dithmarschen | Dirk Riggers
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Westküstenklinikum Heide | Harald Stender Geschäftführer Angelika Nicol (Leiterin Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen)
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Diakonisches Werk Dithmarschen | Gerhard Wiekhorst Geschäftsführer
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Arbeiterwohlfahrt – Ortsverband Heide und Umgebung - | Reinhold Siegel |
Kunst & Kreativ GmbH | Anneli Schumacher
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Allen Unterstützern des Lokalen Bündnisses für Familie Heide ein herzliches Dankeschön !
Weitere Informationen über die bundesweite Initiative und konkrete Beispiele aus den Bündnissen sind im Internet unter www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de abrufbar.
Die Initiative Lokale Bündnisse für Familie wurde Anfang 2004 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen. Ein Lokales Bündnis für Familie ist der Zusammenschluss verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und Akteure mit dem Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien vor Ort durch konkrete Projekte zu verbessern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.
Derzeit engagieren sich mehr als 13.000 Akteurinnen und Akteure, darunter 5.000 Unternehmen, in rund 5.200 Projekten. 577 Bündnisse sind in der Initiative bereits aktiv und etwa 200 weitere Bündnisgründungen in Vorbereitung (Stand: 16. September 2009).
In den Kreisen, Städten und Gemeinden mit einem Lokalen Bündnis leben mehr als 50 Millionen Menschen. Das Bundesfamilienministerium hat ein Servicebüro eingerichtet, das den Aufbau und die Weiterentwicklung der Lokalen Bündnisse bundesweit koordiniert und unterstützt. Das Servicebüro wird aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums und des Europäischen Sozialfonds finanziert.
Adresse:
E-Mail: I.Marczinzik@web.de
http://www.stadt.heide.de/buergerservice/lokales-buendnis-fuer-familie/wir-ueber-uns.html
Servicebüro Lokale Bündnisse für Familie Pressestelle Christina Ernst / Falk Wellmann | Tel.: 030 / 288 83 78 11 Fax: 030 / 288 83 78 28 presse@lokale-buendnisse-fuer-familie.de |
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Wind und Regen, viel Regen !
Dennoch, viele Bürgerinnen und Bürger der Region Heide ließen sich auch dieses Jahr wieder vom professionellen Show-Orchester der BigBand der Bundeswehr begeistern. Swing, Jazz und Rock´n Roll, mit Evergreens und Oldies bis hin zu aktuellen Chart-Hits ließen den Dauerregen fast vergessen. Zahlreiche bunte Regenschirme säumten die große Bühne am Südermarkt.
Das Show-Orchester der BigBand der Bundeswehr in Heide wieder ein unvergeßliches Erlebnis. Und alles für einen guten Zweck !
Die Spendengelder sollen, wie Frau Ilka Marczinizik vom Lokalen Bündnis für Familie Heide und Dirk Matthiessen vom Regionalmarketing Heide-rundum auf der Bühne erklärten, für die Kinderbetreuung eingesetzt werden. Und so fiel es vielen Besuchern nicht schwer, den einen und anderen Euro für unsere Kinder zu spenden. Vielen Dank !
Sozialministerin regt Öffnung eines Familienbüros in Heide an
Heide (us) Die Familie hat Zuwachs bekommen: Auf der Deutschlandkarte der lokalen Bündnisse für Familie erscheint jetzt auch Heide. Die Kreisstadt ist bundesweit nunmehr der 570. Standort mit einem Netzwerk an Initiativen, die mehr Kinder- und Familienfreundlichkeit erreichen wollen.
Im Rahmen der Gründungsveranstaltung im großen Saal des Bürgerhauses wünschte Schleswig-Holsteins Sozialministerin Dr. Gitta Trauernicht (SPD) den Akteuren aus Politik, Verwaltung, Vereinen und Organisationen viel „Kraft und Energie“ bei der Umsetzung. „Familienfreundlichkeit muss aus der Mitte der Gesellschaft kommen – nur gemeinsam geht es“, so Trauernicht.
Damit das Bündnis für Familie kein Lippenbekenntnis bleibt, sind jetzt auf verschiedenen Ebenen konkrete Taten gefordert. Trauernicht wartete mit einem interessanten Beispiel auf: „Heide sollte darüber nachdenken, ein Familienbüro zu öffnen.“ Eine solche vom Land mit 20 000 Euro geförderte Einrichtung gibt es bereits in Niebüll, Bad Bramstedt, Schafflund und Bornhöved.
In einem Familienbüro finden Eltern Beratung aus einer Hand, etwa zu so wichtigen Fragen wie Erziehung, Suchtgefährdung, Suchtkrankheit und Verhinderung von sexueller Gewalt. Die sozialen Hilfen können sich auch auf finanzielle Fragen erstrecken wie die Antragstellung für das Elterngeld, Kindergeld oder Kinderzuschlag sowie Auskünfte über das Arbeitslosengeld II. „Um mehrere Beratungsbedarfe unter einem Dach zu bündeln, wären Abstimmungsgespräche zwischen der Stadt und dem Kreis als Träger der Jugendhilfe notwendig“, gab Bürgermeister Ulf Stecher zu bedenken. Grundsätzlich stehe er einem solchen integrierten Beratungszentrum „sehr positiv“ gegenüber.
Nachdem das lokale Bündnis mit großem Enthusiasmus aus der Taufe gehoben wurde, werden jetzt fünf ehrenamtlich tätige Gruppen ihre Arbeit aufnehmen. Diese haben sich zu den Themenschwerpunkten „Familienfreundliche Stadtentwicklung“, „Kinder- und Jugendbetreuung“, „Zusammenleben von Jung und Alt“, „Familienfreundliche Arbeitswelt“ sowie „Kultur und Freizeit“ gebildet. Letztere möchte sich dem herrlich gelegenen, aber nur noch wenig genutzten Stadtpark in der Landvogt-Johannsen-Straße zuwenden. Ähnlich dem benachbarten Minigolfplatz könnte die Fläche zur familiengerechten Begegnungsstätte ausgebaut werden.
Dem Lokalen Bündnis für Familie sind im Einzelnen beigetreten: Stadt Heide, Lokale Agenda 21, DGB Region Heide, Industrie- und Handelskammer (IHK), Entwicklungsgesellschaft Brunsbüttel (egeb), Fachhochschule Westküste (FHW), Gleichstellungsbeauftragte Gabriela Petersen, Deutsche Angestellten Akademie (DAA), Heide rundum, Interessengemeinschaft Süderstraße, Elternvertretung der Kindertagesstätte Regenbogen, Interessengemeinschaft Stadt Heide (ISH) und der Evangelische Kirchenkreis Norderdithmarschen. Das Bündnis ist offen für jedermann. Mitglied können Einzelpersonen, Institutionen, Vereine und Verbände sein. Weitere Informationen unter Tel. 04 81/68 50-3 00.
Das Bündnis für Familie in Heide ist nicht zum Nulltarif zu haben. Nachdem die Ratsversammlung 5000 Euro als Anschubfinanzierung bewilligte, sollen jetzt verschiedene Aktionen weiteres Geld einspielen. So ist für 2009 wieder ein Konzert der Big Band der Bundeswehr geplant. Laut Bürgermeister Ulf Stecher wird der Erlös dem Lokalen Bündnis zufließen.